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Ringo Müller, Historiker

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Projekt: Zum Umgang mit „feindlichen Ausländern“ im Deutschen Reich während des Ersten Weltkrieges

Dissertationsprojekt: Verteidigung im Oktober 2017
Erstgutachter: Prof. Dr. Gunther Mai (Universität Erfurt)
Zweitgutachter: Prof. Dr. Werner Benecke (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder)

Profilzeichnung

Während vieler Jahre begleitete mich mein Promotionsprojekt, dass ich im Oktober 2017 erfolgreich in einem kleinen Raum in der Universität Erfurt verteidigen konnte. Bald werde ich hier nähere Informationen und Materialien einstellen.

Projektskizze

Während des Ersten Weltkrieges erlangte weltweit die Zuschreibung „feindlicher Ausländer und Ausländerin“ - im Englischen „enemy aliens“ - für ausländische Staatsangehörige, die rechtlich oder national mit dem Kriegsgegnern in Zusammenhang gebracht wurden, eine entscheidene Bedeutung. In Australien, Neuseeland, Japan, Kanada, den Vereinigten Staaten von Amerika, Brasilien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien, Österreich/Ungarn und Russland wurden so Bezeichnete in unterschiedlichen Variationen durch Teile der Zivilgesellschaft verunglimpft und aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen, durch die jeweiligen Administrationen überwacht, enteignet und interniert.

Im Zentrum meines Projektes stand der Umgang mit „feindlichen Ausländern“ in Deutschland. Was erfahren wir über Staat und Gesellschaft, wenn wir uns den Erzählungen und dem Tätigsein der Akteure im Kaiserreich zu wenden? Welche „Eigengeschichte“ (Jörn Leonhard, Büchse der Pandora, S. 28.) kristallisiert sich aus unseren Forschungen heraus, welche Prozesse können geschildert werden, „die jenseits von Vorher und Nachher liegen und die sich vermeintlichen Kausalgeraden und Kontinuitätslinien entziehen“?

Projekt- und Thesenpräsentationen

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