Ringo Müller

Mensch und Historiker

Projekte

Ich interessiere mich dafür wie Menschen vergangener Zeiten ihr Leben und ihr Handeln in Beziehung setzten und interpretierten, wie sie soziale, kulturelle und politische Gruppen hervorbrachten, wie sie Akteur-Netzwerke erschufen und ihre Wirklichkeit in Geltung setzten.

„Feindliche Ausländer“ im Deutschen Reich während des Ersten Weltkrieges

Dieses abgeschlossene Forschungsprojekt begleitete mich viele aufregende Jahre. Im Herbst 2021 erschien das daraus hervorgegangene Buch bei Vandenhoeck & Ruprecht.

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Die Erschießung des Kriegsgefangenen Grigorij Afanasenko im Ersten Weltkrieg

Im Zuge meiner Recherchen über „feindliche Ausländer“ stieß ich im Archiv auf Unterlagen über die Erschießung eines russländischen Kriegsgefangenen im Deutschen Reich im Jahre 1916. Die Berichte und Ermittlungen zu diesem Ergeignis sind Gegenstand eines Manuskriptes, das im kommenden Jahr als Buch veröffentlicht wird.

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Zwischen Erfahrung und Erinnerung: Bildungs(um)wege christlicher DDR-Bürger*innen von der sozialistischen Gesellschaft bis in die Gegenwart

Im Anschluss an meine Promotion hatte ich die Möglichkeit, ein Projekt in der Zeitgeschichte zu beginnen: Zwischen Erfahrung und Erinnerung: Bildungs(um-)wege christlicher DDR-Bürger*innen von der sozialistischen Gesellschaft bis in die Gegenwart. Das Projekt wird zunächst von 2019 bis 2022 durchgeführt.

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Kleinere Schreibvorhaben

In meiner Schreibtischschublade schlummern zwei weitere Projekte, die ich gern bald umsetzen würde.

Die Archivierung eines Krieges – Das Bayerische Kriegsarchiv in den 1920er Jahren

Wie archivierten Offiziere in München nach dem Weltkrieg die papierenen Hinterlassenschaften des Militärs und seiner Verwaltung? Wie definierten sie was ein Archiv ist, sein kann und sein soll? Und verstanden sie sich selbst als Archivare?

Anmerkungen Oktober 2021. Noch ist es leider nur ein ausführlich verschriftlichter Vortrag, den ich um einige Gedanken und Perspektiven anreichern möchte. Hierzu gehört auch, dass ich einige wichtige in letzter Zeit erschienene Monografien in meine Betrachtung aufnehme:
Sina Steglich, Zeitort Archiv. Etablierung und Vermittlung geschichtlicher Zeitlichkeit im 19. Jahrhundert, Frankfurt a.M. 2020,
Philipp Müller, Geschichte machen. Historisches Forschen und die Politik der Archive, Göttingen 2019,
Lena Krull (Hg.), Der Archivar als Chronist. Eduard Schulte und die Revolution 1918/19 in Münster, Münster 2021.

Das doppelte Leben des Edgar Wibeau - Ulrich Plenzdorfs Neue Leiden als Bruchstück einer Gesellschaftsgeschichte der sozialistischen deutschen Gesellschaft

Plenzdorfs Text bietet einen spannenden Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit den Lebensvorstellungen in der DDR. Denn er verweist jenseits einer leichtgewichtigen Kritik am sozialistischen Alltag auf die konflikthaften und unentschiedenen Erzählungen innerhalb einer Gesellschaft über sich selbst.

Anmerkungen April 2021. Wenn ich über die Aufsatz nachdenke, stelle ich fest, dass ich zumindest noch ein wenig zum Theater in der DDR nachrecherchieren sollte. Leider fehlt mir hierfür die Zeit.


Lehrveranstaltungen im Bereich der Neueren und Zeitgeschichte

Meine Seminare an der Universität waren immer auch viele kleine Projekte für mich.

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